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Einkaufshilfen
Die guten Räder gibts aum Flomi

Hallo,
frisch angemeldet und gleich meinen Senf. Also zwischen Baumarkt und Fachhandel liegt der Flohmarkt. Da gibts beides. Den Blick für ein gutes Rad muss man dann aber selbst mitbringen. Dazu gehört auch ein wenig der Blick zum Verkäufer, allzu günstig könnte es gestohlen sein. Das ist doof, wollen wir doch alle unsere Räder behalten. Meine "Spezialität" sind die Räder bis 50 Euro, die ehemals von 500 DM! aufwärts gekostet haben. Was kann man denn für so viel Geld erwarten? Beispielsweise ein MTB ohne Federung, ein verschrammtes Giant mit Deore Gruppe, das der Sohn nicht mehr fährt für nen Zwanni. Ein ATB Mixte 28er mit Chrommolly-Rahmen und neuen Reifen..... usw. Alles ältere Kämpen, die wg. Fullymania ausgesondert wurden. Woran erkennt man nun das ehedem teure Rad. Es sind halt einige Ausstattungsmerkmale, die erst ab einer gewissen Preisklasse mitgegeben werden. Komischerweise sind sie nämlich entweder fast alle am Rad dran, oder fehlen gänzlich. Beispielsweise gibts da das wunderschöne "Trapazzi Mountain Free Style". Chromnaben mit leicht braunen Muttern, 3-Fach Garnitur mit Hosenschutzring und vernieteten Kettenblättern harmonieren mit einem Rahmen aus Wasserrohren. Finger weg. Nicht geschenkt. Wichtige Ausstattungsmerkmale sind: Schnellspanner, Alunaben, Alusattelstütze, statt aufgeschweißter Bleche kleine eingepasste Röhrchen zur Versteifung des Hinterbaues, moderates Gewicht. Auch eine 7-Gang Nabe ist selten in einem richtig schlechten Rad zu finden.
So, jetzt auf zum Flomi. Denn: Lieber ein gutes Gebrauchtes als ein teures, das du wie die Kronjuwelen bewachen musst. Der Unterschied zwischen den Rädern, die ich meine und einem 1000 Dollar Neurad sind die letzten 10-20%, die das neue besser läuft.
Viel Glück

geschrieben von Jürgen Stiehl am 29.12.2008
 
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